Direkt zum Hauptbereich

Rituale im Alltag – kleine Glücklichmacher

 

Kürzlich haben wir uns gefragt, was uns glücklich macht. Eine längere Diskussion hat gezeigt, dass es oft kleine Ereignisse sind, auf die unser Glücklichsein zurückzuführen sind. Interessant war auch die Feststellung, dass es sich zum grössten Teil auf Ereignisse bezieht, die sich regelmässig wiederholen – also sozusagen auf Rituale im Alltag. Beispiele dafür sind:

- selbstgekochtes Essen
- Kaffee am Morgen
- ein entspannter Filmeabend
- Spaziergänge
- ein gutes Buch
- ein Glas Wein
- 15 Minuten Yoga
- eine kalte Dusche (dazu mehr im nächsten Beitrag)

Die Vorfreude auf eine längere Reise, das Erlangen des Bachelortitels oder eine Beförderung sind natürlich auch Dinge, die stark mit Glück korrelieren. Bei Ereignissen wie diesen ist der Weg dahin jedoch meist mit dem Verzicht auf diverse Annehmlichkeiten verbunden. So erfordern das Studium und der Job einen hohen zeitlichen Aufwand und das Sparen für eine Reise den Verzicht auf andere Dinge.

Kurz gesagt: das Erreichen dieser grösseren Ziele hat für uns einen hohen Stellenwert und wird uns automatisch glücklich machen. Auf dem Weg zu diesen Zielen ist aber wichtig, nicht nur dafür zu leben, was in einem halben Jahr, zwei oder fünf Jahren sein wird, sondern auch die Zeit bis dahin zu geniessen.

Die Einschränkungen wegen des Coronavirus haben uns zusätzlich dabei geholfen zu erkennen, dass es kleine selbstgeschaffene Rituale sind, die von grosser Bedeutung sind. Dies war eigentlich schon immer so, die Erkenntnis hilft uns nun dabei, dies bewusster umzusetzen und uns so unsere Glücksmomente selbst zu schaffen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Wim Hof Methode – Ein Erfahrungsbericht

  Vor ungefähr 10 Tagen sind wir per Zufall auf einen sehr interessanten Beitrag gestossen. In einem  früheren Blogpost  haben wir bereits über einige einflussreiche Personen mit einer hohen Online-Präsenz im Bereich der psychischen Gesundheit gesprochen. Einer davon ist der renommierte klinische Psychologe Jordan Peterson. Durch die Absetzung von Benzodiazepinen, welche er aufgrund einer eigenen Angsterkrankung seit Jahren einnehmen musste, erfuhr er während ca. einem Jahr tiefreichende Gesundheitsprobleme, welche mit einem Aufenthalt in einer kontroversen Entzugsklinik in Moskau und mehreren Spitälern endeten. Nach langer Abwesenheit meldete er sich vor einigen Monaten wieder zurück. Unter anderem veröffentlichte seine Tochter vor zwei Wochen einen Podcast mit ihm und dem niederländischen Extrem-Kältesportler Wim Hof. Dabei ging es um verschiedene Thermen zur physischen und psychischen Gesundheit. Im Speziellen stellte Wim Hof seine «Wim-Hof-Method» vor. Der komplette P...

Macht Digitalisierung krank?

  Das Aufkommen der Digitalisierung korreliert zeitlich mit den steigenden Zahlen von psychischen Erkrankungen. Alarmierende  Statistiken zeigen ausserdem, dass heute Jugendliche in einer schweren Lebenskrise stärker suizidal als noch vor einigen Jahren sind. Fachpersonen sehen Social Media als Verstärker. Der Einfluss der Digitalisierung in unserem Leben – mit zunehmender Tendenz – ist manchmal gar nicht so offensichtlich. Neben grösstenteils nützlichen Elementen wie Smart Homes und digitalem Bezahlen, sind es vor allem die Mobile Devices, die unsere Psyche negativ beeinflussen. Die Kommunikation verlagert sich vermehrt auf eine unpersönliche Ebene und Social Media vermittelt unrealistische Vorstellungen, was oft unbewusst einen direkten Vergleich auslöst, der sich mehr und mehr in unsere Gedanken einschleicht und uns unglücklich macht. Jeder hat die Möglichkeit immer und überall und für jeden erreichbar zu sein. Und genau da ist der springende Punkt, man kann sich auch gegen...